Newsarchiv

von RA Kalenberg

Entsorgung verpackter Lebensmittel

Der Bundesrat hat am 21.9.2018 auf Antrag der Länder Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg eine Entschließung zur Vermeidung von Kunststoffverunreinigungen in der Umwelt infolge der Entsorgung verpackter Lebensmittel verabschiedet (Drs. 303/18).

Die Entschließung zielt darauf ab, die stoffliche Verwertung verpackter Lebensmittelabfälle über Kompostierung oder Vergärung ausnahmslos auf den Einsatz kunststofffreier Lebensmittelabfälle zu beschränken. Die Bundesregierung soll mit den Ländern ein bundesweit einheitliches Konzept zur schadlosen und ordnungsgemäßen Verwertung von verpackten Lebensmittelabfällen erarbeiten. Des Weiteren soll die Bundesregierung die geltenden Grenzwerte für Kunststoffanteile in Düngemitteln, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln überprüfen und diese soweit wie praktisch möglich absenken.

Hintergrund der Entschließung ist die Sorge über die Zunahme des Eintrags von Kunststoffabfällen in die Umwelt.

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von RA Kalenberg

Änderung der Abfallrahmenrichtlinie

Durch die Richtlinie (EU) 2018/851 vom 30.05.2018 wurde die Abfallrahmenrichtlinie (RL 2008/98/EG über Abfälle) wesentlich geändert. Es handelt sich um die Umsetzung des sog. Kreislaufwirtschaftspakets der EU, über welches nach mehreren Jahren Diskussion zuletzt im Dezember 2017 eine Einigung erzielt wurde (ABl. 150/109 vom 14.06.2018). Die Änderungen sind am 4. Juli in Kraft getreten.

Die Mitgliedstaaten haben nun bis zum 05.07.2020 diejenigen nationalen Rechts- und Verwaltungsvorschrif­ten in Kraft zu setzen, die erforderlich sind, um dieser Richtlinie nachzukommen. Uns erwartet also eine erneute Änderung des deutschen KrWG.

In der Richtlinie werden zunächst Begriffsbestimmungen in Art. 3 geändert bzw. neu eingefügt. Letzteres gilt z.B. für die neue Nummer 2b Siedlungsabfall:

„a) gemischte Abfälle und getrennt gesammelte Abfälle aus Haushalten, einschließlich Papier und Karton, Glas, Metall, Kunststoff, Bioabfälle, Holz, Textilien, Verpackungen, Elektro- und Elektronik-Altgeräte, Altbatterien und Altakkumulatoren so­wie Sperrmüll, einschließlich Matratzen und Möbel;
b) gemischte Abfälle und getrennt gesammelte Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen, sofern diese Ab­fälle in ihrer Beschaffenheit und Zusammen­setzung Abfällen aus Haushalten ähnlich sind;

Siedlungsabfall umfasst keine Abfälle aus Produktion, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, Klärgruben, Kanalisation und Kläranlagen, einschließlich Klär­schlämme, Altfahrzeuge und aus Bau- und Abbruch.
Diese Definition gilt unbeschadet der Verteilung der Ver­antwortlichkeiten für die Abfallbewirtschaftung auf öffent­liche und private Akteure
;“

Im KrWG fehlt bisher eine solche umfassende Definition. Die neue GewAbfV gilt für gewerbliche Siedlungsabfälle, die wie unter b) definiert werden.

In Art. 6 Abs. 1 bzgl. des Endes der Abfalleigenschaft heißt es künftig als erste Voraussetzung: „a) der Stoff oder der Gegenstand soll für bestimmte Zwecke verwendet werden“. Bisher hieß es, daß der Stoff oder Gegenstand gemeinhin für bestimmte Zwecke verwendet wird. – Das KrWG wird anzupassen sein.

Art. 8, Erweiterte Herstellerverantwortung, wird erheblich ergänzt. Außerdem wird der neue Art. 8a eingefügt, Allgemeine Mindestanforderungen an Regime der erweiterten Herstellerverantwortung.

In Art. 9, Abfallvermeidung, heißt es u.a., daß die Verschwendung von Lebensmitteln in der Primärerzeugung, Verarbeitung und Herstellung, im Einzelhandel und ande­ren Formen des Vertriebs von Lebensmitteln, in Gaststät­ten und Verpflegungsdienstleistungen sowie in privaten Haushalten zu verringern sei. Dies, um zu dem Ziel der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung beizutragen, um bis 2030 die weltweit auf Ebene des Einzelhandels und auf Verbraucherebene pro Kopf anfallenden Lebensmittelabfälle zu halbieren und die Verluste von Lebensmitteln entlang der Produktions- und Lieferkette zu reduzieren. - Dieses Handlungsfeld ist für den deutschen Gesetzgeber nahezu neu.

In Art. 11 Abs. 2 werden als neue Zielvorgaben angefügt, daß die Anteile für die Vorbereitung zur Wiederverwen­dung und das Recycling von Siedlungsabfällen bis 2025 auf mindestens 55 Gewichtsprozente, bis 2030 auf mindestens 60 Gewichtsprozente und bis 2035 auf mindestens 65 Gewichtsprozente erhöht werden. Das KrWG gibt in § 14 Abs. 2 schon für 2020 das Ziel von 65 Gewichtsprozenten vor.

Der neue Art. 11a trifft bisher fehlende einheitliche Bestimmungen für die Berechnung der Erreichung der Ziel­vorgaben. – Das deutsche Recht kennt solcher Regeln kennt bisher nicht, es wird also anzupassen sein. Beispielsweise heißt es in der AbfRRL jetzt, daß als Gewicht der recycelten Siedlungsabfälle das Gewicht der Abfälle herangezogen wird,          

„die dem Recyclingverfahren unterworfen werden, durch das Abfallmaterialien tatsächlich zu Produk­ten, Materialien oder Stoffen weiterverarbeitet werden, nachdem sie alle erforderlichen Prüf-, Sortier- und sonstige vorbereitende Verfahren durchlaufen haben, die dazu dienen, Abfallmaterialien zu entfernen, die anschließend nicht weiterverarbeitet werden, und für ein hochwertiges Recycling zu sorgen.“            

Maßgeblich ist das Gewicht der recycelten Siedlungs­abfälle, wenn die Abfälle dem Recycling­verfahren zuge­führt werden.

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von RA Kalenberg

Wöchentliche Ruhezeit nur außerhalb des Fahrzeugs

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit Urteil vom 20. Dezember 2017 (C-102/16) entschieden, dass Berufskraftfahrer ihre regelmäßige wöchentliche Ruhezeit nicht in ihrem Fahrzeug verbringen dürfen.

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von RA Kalenberg

Neuordnung der Klärschlammverwertung

Die Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung vom 27.9.2017 (BGBl. vom 02.10.2017 S. 3465) ist am 3.10.2017 in Kraft getreten. Sie bringt eine wesentliche  Änderung der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) sowie Folgeänderungen in zahlreichen weiteren Regelwerken.

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von RA Kalenberg

Die Gewerbeabfallverordnung im Bausektor

Die neue Gewerbeabfallverordnung bringt erhebliche Änderungen. Bzgl. Bau- und Abbruchabfällen gelten für Abfallerzeuger und –besitzer Pflichten entsprechend jenen bzgl. gewerblichen Siedlungsabfällen. Allerdings wird nun unterschieden zwischen Vorbehandlungsanlagen und Aufbereitungsanlagen; letztere behandeln mineralische Bau- und Abbruchabfälle und stellen definierte Gesteinskörnungen her.

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von RA Kalenberg

Die neue Gewerbeabfallverordnung

Seit dem 1. August 2017 gilt die neue Gewerbeabfallverordnung. Für den Abfallerzeuger, nicht nur für den Entsorger, bringt sie erhebliche Änderungen. Hier werden die Auswirkungen für die Abfallanfallstellen dargestellt.

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von RA Kalenberg

Warum eine neue Gewerbeabfallverordnung ?

Mit der Gewerbeabfallverordnung vom 19. Juni 2002 (GewAbfV) sollten das Ablagern auf „Billigdeponien“ beendet und die Praxis von Scheinverwertungen verhindert werden. Dann sollten die werthaltigen Abfälle durch eine möglichst hochwertige stoffliche oder energetische Verwertung wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt werden. Diese Ziele konnte die bisherige GewAbfV jedoch nur zum Teil erreichen.

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von RA Kalenberg

Wegfall der Heizwertklausel und Änderung des ElektroG

Am 30.3.2017 ist das Gesetz zur Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes verkündet worden (BGBl. I Seite 567). Diese Änderungen sind am 1.6.2017 in Kraft.

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von RA Kalenberg

Neue AbfBeauftrV und EfbV seit 1.6.2017 in Kraft

Am 1.6.2017 sind die neu gefaßten Verordnungen über Abfallbeauftragte und über Entsorgungsfachbetriebe in Kraft getreten. Zum Bestandsschutz für Abfallbeauftragte.

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von RA Kalenberg

Störfall-VO neu bekannt gemacht

Zugrunde liegt die im Januar verkündeten Änderung durch die Verordnung zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2012/18/EU (vom 4.7.2012) zur Beherrschung der Gefahren schwerer Unfälle mit gefährlichen Stoffen sowie zur Aufhebung der Richtlinie 96/82/EG des Rates (BGBl. I S. 47).

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von RA Kalenberg

Abfallbeförderer: Anzeige und Efb-Zertifikat mitführen

Die Änderungen durch die“ Zweite Verordnung zur Fortentwicklung der abfallrechtlichen Überwachung“ vom 2.12.2016 treten am 1.6.2017 in Kraft. Neu gefaßt sind die Verordnung über Abfallbeauftragte und die Verordnung über Entsorgungsfachbetriebe.

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von RA Kalenberg

Heizwertklausel im KrWG entfällt

Am 30.3.2017 ist das Gesetz zur Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes verkündet worden (BGBl. I Seite 567). Diese Änderungen treten am 1.6.2017 in Kraft.

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von RA Kalenberg

Mautpflicht auch für Fahrzeuge öffentlicher Träger

Das OVG Nordrhein-Westfalen hat in einem Beschluß vom 26.10.2016 (9 B 550/16) festgestellt, daß auch Müllfahrzeuge von juristischen Personen des öffentlichen Rechts bei Wahrnehmung ihrer öffentlichen Aufgabe der Mautpflicht für Lkw auf Bundesstraße unterliegen.

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von RA Kalenberg

Verpackungsgesetz

Der Bundestag hat am Donnerstag, 30.3.2017, das Gesetz zur Fortentwicklung der haushaltsnahen Getrennterfassung von wertstoffhaltigen Abfällen (Drs. 18/11274) beschlossen.

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von RA Kalenberg

Maut auf Bundesstraßen

Am 30. März 2017 ist das „Vierte Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes“ im Bundesgesetzblatt verkündet worden.
Die Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen wird nach einer Übergangszeit zum 1.7.2018 gelten.

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von RA Kalenberg

Bauschuttrecycling: Zum Ende der Abfalleigenschaft

Erneut hat das OVG Sachsen-Anhalt das Ende der Abfalleigenschaft von recyceltem Bauschutt für den Straßen- und Wegebau behandelt. In einem Urteil vom 12.8.2016 (Az. 2 M 24/16) heißt es, daß als Abfälle alle beweglichen Sachen gelten, die bei einer Handlung anfallen, ohne dass der Zweck darauf gerichtet sei.

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von RA Kalenberg

HBCD-haltige Abfälle: Die rechtliche Lösung

Seit dem 28. Dezember 2016 sind Abfälle mit HBCD-haltigen Dämmstoffen nicht mehr als gefährlich einzustufen. Die Verordnung der Bundesregierung zur Änderung der Abfallverzeichnisverordnung (AVV) ist, nachdem der Bundesrat am 16. Dezember zugestimmt hatte, am 27. Dezember im Bundesgesetzblatt verkündet worden.

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von RA Kalenberg

Verordnungen für Abfallbeauftragte und Entsorgungsfachbetriebe

Am 7. Dezember ist die Zweite Verordnung zur Fortentwicklung der abfallrechtlichen Überwachung vom 2.12.2016 veröffentlicht worden (BGBl. I S. 2770).

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von RA Kalenberg

Abfallverbringung: Entschärfung im StGB – Verschärfung im AbfVerbrG

§ 326 Abs. 2 des Strafgesetzbuches erfaßt auch das illegale Verbringen von Abfällen. Seit einigen Jahren unterfielen aber infolge einer eingefügten ausdrücklichen Bezugnahme auf die europäische Abfallverbringungsverordnung auch Verstöße gegen Regeln der Formulars nach Anhang VII dem Strafrecht.

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